Rechtliche Grundlagen


Die Praxishomepage - ein Spagat zwischen berufsrechtlichem Werbeverbot und Informationsrecht?

Mittlerweile ist eine gewisse rechtliche Sicherheit eingekehrt und bei Beachtung bestimmter Grundregeln sollte Ihnen Ihre Praxishomepage keine rechtlichen Probleme bereiten.

Im Gegenteil - mittlerweile wurde vom Deutschen Ärztetag ein Informationsrecht des Patienten postuliert, so dass Sie auf Ihrer Praxishomepage zwar nach wie vor nicht werben dürfen, jedoch ein umfassendes Informationsangebot online stellen können.


Heilmittelwerbegesetz

Auch hier sind einige Dinge zu beachten, um Abmahnungen zu vermeiden. Zum einen wird der Arzt hier selbst zum Heilmittel, weshalb der Praxisinhaber nicht in Berufskleidung bei Verrichtung ärztlicher Tätigkeit gezeigt werden darf.
Zum anderen müssen Sie beim Vorstellen von speziellen Heilmethoden mit der Verknüpfung zu spezifischen Indikationen vorsichtig sein.

Telemediengesetz

Das Telemediengesetz regelt die allgemeinen Informationspflichten für Diensteanbieter und betrifft auch Ärzte und Ärztinnen, die eine eigene Homepage betreiben.
Sie müssen unter anderem Angaben machen über die Kammer, die gesetzliche Berufsbezeichnung, den Staat, in dem die Berufsbezeichnung verliehen worden ist und über die Bezeichnung der berufsrechtlichen Regelungen und dazu, wie diese zugänglich sind.
Die Informationen müssen "leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar" gehalten werden.
Darüber hinaus werden Angaben zum Diensteanbieter wie Name, Anschrift und E-Mail-Adresse gefordert.
Homepages niedergelassener Ärztinnen und Ärzten müssen die oben genannten Informationen enthalten sowie entweder die Berufsordnung der jeweiligen Kammer vorhalten oder auf die entsprechenden Seiten der Ärztekammer verlinken.

(C) 2006 - Alle Rechte vorbehalten

Diese Seite drucken